Wilhelm Peterson-Berger (1867−1942)

Dionysos - Dithyramb

1. Nicht lange durstets du noch
2. Tag meines Lebens
3. Heiterkeit, güldene, komm!

  • Tillkomstår: 1901
  • Verktyp: Röst och piano
  • Textförfattare: Friedrich Nietzsche
  • Speltid: 8 min
  • Detaljerad speltid: 8:14 (Helge Brilioth)

Exempel på tryckta utgåvor

Abraham Lundquists musikförlag ed. nr. 3369

  • Autografen återfinns: Musik- och teaterbiblioteket

Exempel på inspelningar

Bis: LP-42
Helge Brilioth, sång
Sven Alin, piano

Beskrivning av verket

1. Nicht lange durstets du noch: Largo pathetico G-dur 4/4, 3/4, 28 takter
2. Tag meines Lebens: Lento assai G-dur 2/4, 62 takter
3. Heiterkeit, güldene, komm!: Allegretto lusingando e-moll 6/8, 67 akter, E-dur, 17 takter, totalt 84 takter


Libretto/text

1. Nicht lange durstest du noch, verbranntes Herz! Verheissung ist in der Luft, aus unbekannten Mündern bläst mich's an - die grosse Kühle kommt ... Meine Sonne stand heiss über mir im Mittage: seid mir gegrüsst, dass ihr kommt ihr plötzlichen Winde ihr kühlen Geister des Nachmittags! Die Luft geht fremd und rein. Schielt nicht mit schiefem Verführerblick die Nacht mich an? ... Bleib stark, mein tapfres Herz! Frag nicht: warum? -

2. Tag meines Lebens! Die Sonne sinkt. Schon steht die glatte Flut vergüldet. Warm atmet der Fels: schlief wohl zu Mittag das Glück auf ihm seinen Mittagsschlaf? In grünen Lichtern spielt Glück noch der braune Abgrund herauf.

Tag meines Lebens! Gen Abends gehts! Schon glüht dein Auge halb gebrochen, schon quillt deines Thau´s Tränengeträufel, schon läuft still über weiße Meere deine Liebe Purpur, deine letzte zögernde Seeligkeit.

3. Heiterkeit, güldene, komm! du des Todes heimlichster süßester Vorgenuß! - Lief ich zu rasch meines Wegs? Jetzt erst, wo der Fuß müde ward, holt dein Blick mich noch ein, holt dein Glück mich noch ein.

Rings nur Welle und Spiel. Was je schwer war, sank in blaue Vergessenheit, müßig steht nun mein Kahn. Sturm und Fahrt - wie verlernt er das! Wunsch und Hoffnung ertrank, glatt liegt Seele und Meer.

Siebente Einsamkeit! Nie empfand ich näher mir süße Sicherheit, wärmer der Sonne Blick. - Glüht nicht das Eis meiner Gipfel noch? Silbern, leicht, ein Fisch schwimmt nun mein Nachen hinaus ...